Unterzeichner

Ueli Hertig (Pro Aarau) Therese Dietiker (EVP/EW) Alexander Umbricht (GLP)

Der Stadtrat ist eingeladen, das Verhältnis der Stadt mit der Stiftung «Aarau eusi gsund Stadt» betreffend folgender Punkte zu überprüfen

1 Wo und wie unterscheiden sich die Angebote von «Aarau eusi gsund Stadt» von parallelen Angeboten aus der Privatwirtschaft oder von Sportvereinen?
2 Welche Aufgaben sollen weiterhin von der Stiftung wahrgenommen werden?

Begründung

Seit die Stiftung «Aarau eusi gsund Stadt» 1977 ins Leben gerufen wurde, hat sie sehr viel und sehr erfolgreich zur Gesundheitsförderung in Aarau beigetragen. Rund 34 Jahre später haben sich das Umfeld respektive die Rahmenbedingungen deutlich verändert bzw. entwickelt. Es ist ein «Gesundheitsmarkt» entstanden, auf dem viele Anbieter mit einer Vielfalt von Angeboten um die Aarauer Bevölkerung buhlen. Auch Präventionsprogramme der Stiftung haben Pendants auf nationaler Ebene. Als Beispiel kann hier das Programm «Experiment Nichtrauchen»1 der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz erwähnt werden, das die gleiche Zielgruppe hat wie das Projekt «rauchfrei-bleib dabei»2 von «Aarau eusi gsund Stadt».

In diesem Sinne handelt es sich bei den Aufgaben von «Aarau eusi gsund Stadt» teilweise um Aufgaben, die aktuell von der Privatwirtschaft erfolgreich wahrgenommen werden. Aufgaben, die private Dienstleister ebenfalls erfüllen, müssen nicht unbedingt von der öffentlichen Hand unterstützt werden.

Bei Programmen der Gesundheitsförderung zugunsten der Aarauer Bevölkerung, bei denen neue Erkenntnisse im Präventionsbereich umgesetzt werden und bei Angeboten, die ohne die Stiftung wegfallen würden, soll die Stadt weiterhin ihren Beitrag leisten.

Votum im Rat

«Das gönn‘ ich mir!» — Aarau eusi gsund Stadt, Programm 2012

Werte Einwohner- und Stadtratsmitglieder

«Das gönn‘ ich mir!». So lautet das Motto auf dem Jahresprogramm von Aarau eusi gsund Stadt. Ein gutes Motto. Aarau gönnt sich mit Aarau eusi gsund Stadt seit dem Ende der 70er Jahre etwas, das sich inzwischen sehr bewährt und Aarau gut getan hat – zweifelslos.

Ab und zu soll man sich aber auch einen kritischen Blick auf die eigenen Tätigkeiten gönnen. Welche Aufgaben könnten oder werden bereits von der Privatwirtschaft oder Sportvereinen wahrgenommen werden. Welche Aufgaben sollen weiterhin wahrgenommen werden? Gibt es Angebote die fehlen?

Der Stadtrat gönnt sich und der Stiftung die Überprüfung im Rahmen von «Stabilo» bzw. «Stabilo 2» und beantragt daher die Überweisung des Postulats. Das unterstützt unsere Fraktion – logischerweise.

An der Stelle möchten wir noch uns etwas weniger Papier und der Verwaltung etwas weniger Arbeit gönnen. Aus unserer Sicht braucht es zum Postulat keinen separaten Bericht, ein Absatz zum Postulat im zu erwartenden Bericht zu Stabilo 2 genügt uns vollumfänglich.

Herzlichen Dank

Thema: Bildung und Gesellschaft