Bezug

Aufstockung Primarschule Telli, Photovoltaikanlage

Unterzeichner

Alexander Umbricht (GLP)

Antrag

→ Der Einwohnerrat möge einen Verpflichtungskredit für die Erstellung einer Photovoltaikanlage auf dem Primarschulhaus Telli im Betrag von Fr. 410'000.-- inkl. MwSt. gutheissen. Der Kredit sei nur zu verwenden, wenn kein Investor (beispielsweise IBAarau AG) gefunden werden kann, der die Photovoltaikanlage auf eigene Kosten realisiert.

Begründung

Falls der Vertrag mit der IBAarau AG (oder einem anderen Investor) nicht zustande kommt, braucht es den Kredit, damit auf dem Dach des Telli-Schulhauses doch noch eine Photovoltaikanlage gebaut wird. Zudem kann die Photovoltaikanlage wirtschaftlich betrieben werden. Denn:

  • Für eine schwarze Null müssen gemäss den Berechnungen von Herzog Kull nur 7500 CHF gespart werden.
  • Stadträtliche Botschaft: «Aufgrund des Vergleichs der Grobkostenschätzung mit Kennwerten für Photovoltaikanlagen kann davon ausgegangen werden, dass die Grobkostenschätzung seriös gerechnet ist und die Vergabe der Anlage zu günstigeren Konditionen erfolgen kann.» Bereits Anfangs April ging der Stadtrat davon aus, dass die Vergabe günstiger kommt, als budgetiert.
  • Inzwischen liegen reale Angebote vor, davon zumindest ein seriöses. Der Stadtrat wird in der Sitzung bestätigen können, dass die Modulkosten deutlich geringer ausfallen, als budgetiert.
  • Wechselrichter sind wetterfest ausgelegt. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum ein separater Raum geschaffen werden muss. Ein einfacher Wetterschutz ist zu empfehlen, aber billiger zu haben als der jetzt geplante Raum.

Eine ausführlichere Begründung erfolgt mündlich im Rahmen der Einwohnerratssitzung.

Votum im Rat

Sonne für das Tellischulhaus

Werte Anwesende

Was nach einer modernen Aussage tönt, hat bereit der Thomas Alva Edison vor 83 Jahren zu Protokoll gegeben – bekannter ist er für die sogenannte Erfindung von der Glühlampe. Leider hat sich seine Erkenntnis zur Sonnenergie nicht gleich gut durchgesetzt, wie die Glühlampe…

Während aber die Glühlampe inzwischen wieder Geschichte ist, hat die Sonnenenergie weiterhin eine grosse Zukunft. Unter anderem hat die IBA das erkannt, und investiert jährlich rund eine Million in Photovoltaik. Und wie man dem FGPK-Protokoll hat entnehmen könne, hat sie auch Interesse an der Photovoltaikanlage auf dem Telli-Schulhaus.

Persönlich würde ich es sehr begrüssen, wenn die IBA die Photovoltaikanlage baut und betreibt. Da der Vertrag zur Dachnutzung anscheinend noch nicht unter Dach und Fach ist, möchte ich aber einen Plan B. Der soll es ermöglichen, dass die Photovoltaikanlage auch gebaut werden kann, wenn kein seriöser Investor gefunden wird.

In kürze nochmals die wichtigsten Gründe:

  • Die deutliche Annahme vom esak-Gegenvorschlag verpflichtet die Stadt zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und CO2-Reduktion. Zugegebenermassen: Nicht zu jedem Preis
  • Die Photovoltaikanlage ist wirtschaftlich zu betreiben. Um das zu erreichen müssen gegenüber den Berechnungen der Herzog-Kull-Gruppe 7500 CHF gespart werden. Und das in 30 Jahren. Also 250 CHF pro Jahr. Das ist machbar, denn
  • Selbst der Stadtrat geht davon aus, dass «die Vergabe der Anlage zu günstigeren Konditionen erfolgen kann». Das schreibt er in seiner Botschaft. Inzwischen müssten auch Angebote eingetroffen sein. Der Stadtrat kann somit wohl anschliessend sagen, was wirklich Sache ist.
  • Eine einfache Sparmöglichkeit betrifft die Wechselrichter. Das sind die Geräte, die den Gleichstrom der Photovoltaikzellen in Wechselstrom für das Stromnetz wandeln. Wechselrichter sind wetterfest ausgelegt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein separater Raum geschaffen werden muss um sie zu schützen. Ein einfacher Wetterschutz mag empfehlenswert sein, sollte aber billiger kommen, als das vom Architekten vorgeschlagene Konstrukt.

Werte Einwohnerratsmitglieder, es gibt lauter gute Gründe, um für den Änderungsantrag zu sein. Herzlichen Dank für ihre Unterstützung.

Thema: Energie und Klima