Alpiq-Beteiligung der Eniwa AG
Nachfrage zur Anfrage von 2017: Was bedeutet der angekündigte Ausstieg der EDF bei Alpiq für die Beteiligung der Eniwa und damit für das Vermögen der Stadt?
Unterzeichner
Fragen an den Stadtrat
Ausgangslage
«Die Stadt Aarau besitzt gut 95 % der 300 000 IBAarau AG-Aktien. Erfolg oder Misserfolg der IBAarau AG (IBA) haben einen spürbaren Einfluss auf das städtische Budget. Die IBA wiederum hält 2 % der Alpiq Holding AG (Alpiq). Sollte die IBA diese Aktien verkaufen, hat die Stadt Aarau ein Gewinnbeteiligungsrecht. Da ein Konkurs der Alpiq Holding AG in den nächsten Jahren möglich scheint, hat der Wert der Alpiq-Aktien einen indirekten Einfluss auf das Vermögen der Stadt. Werden die Aktien zu einem guten Wert verkauft, kann die Stadt ihr Vermögen erhöhen. Fällt der Wert der IBA-Aktien auf null, …
Die IBA besitzt aus historischen Gründen eine Beteiligung von 2 % an der Alpiq. Diese Aktien haben seit der Gründung des Alpiq Konzerns 2007 rund 85 % an Marktwert eingebüsst; von rund 600 CHF pro Aktie im Jahr 2008 auf aktuell 82 CHF pro Aktie. Gerechnet auf den Anteil der IBA hat sich der Wert der Beteiligung von rund 300 Mio. CHF auf aktuell rund 45 Mio. CHF reduziert. Seit 2015 hat Alpiq zudem keine Dividende mehr bezahlt.»
— Anfrage der GLP vom 11. September 2017
15 Monate später – Dezember 2018: Zugegeben, die Alpiq-Aktien haben zugelegt, um 1.01 % auf 83 CHF. Und die Alpiq wurde nicht abgewickelt – zumindest noch nicht. Von zwischenzeitlich mehr als 10 000 Mitarbeitenden sind noch rund 1 500 übriggeblieben. Und nun will laut einem Bericht der Handelszeitung die Electricité de France (EDF) aus dem Aktionariat aussteigen. Die EDF hält 25 % der Alpiq-Aktien und diese müssen abgegolten werden, entweder von einem neuen Ankeraktionär oder der Alpiq selber. Da das Portfolio der Alpiq mit Kernkraftwerken und fossilen Kraftwerken nicht attraktiv sei, halten angeblich selbst Alpiq-Kreise diese Aktien für «praktich unvermittelbar». Jens Alder, zukünftig VR-Präsident und CEO der Alpiq in Personalunion sei der Richtige um die Alpiq «abzuwracken». Fazit: Düstere Aussichten für die Alpiq.
Vor diesem Hintergrund stellen sich den Grünliberalen wieder einmal Fragen zu den Alpiq-Aktien der eniwa.