Der trockene Brunnen: Transparenz bei der Trinkwasserqualität
Ja zum Bevölkerungsanliegen für offene Messreihen zur Trinkwasserqualität – und die Bitte, auch weitere Verwaltungsdaten als Open Data zu publizieren.
Wenn der Brunnen trocken ist, wissen wir, was Wasser wert ist.
Benjamin Franklin
Werte Anwesende
Ein bisschen ironisch ist es ja schon. Den ganzen Sommer reden wir über die Quantität vom Wasser, bzw. von der fehlenden Quantität. Der Frühling und die erste Sommerhälfte 2026 sind so trocken, dass das, wenn man auf die Anfragen lugt, sogar Parteien aufgefallen ist, die sonst - wie soll ich sagen - den Klimawandel gemäss Parteipräsident für “nicht schlecht” halten, z. B. für die Bauern.
Aber wir reden heute zur Qualität von Wasser - bzw. über die Publikation von längeren Messreihen zur Trinkwasserqualität. Die Fraktion GLP-Mitte findet es auch “nicht schlecht”, wenn der Stadtrat Einfluss nimmt, dass die entsprechenden Zeitreihen publiziert werden. Wir stimmen der Aufnahme des Bevölkerungsanliegens zu.
Nicht nur «nicht schlecht», sondern sehr gut fände die GLP-Mitte-Fraktion, wenn der Stadtrat das Bevölkerungsanliegen gerade als freundlichen Anstoss mitnimmt: Er soll auch bei sich bzw. in der Verwaltung lugen. Soziales, Verkehr, Finanzen, Klima – in der Stadtverwaltung liegen sicher weitere Messreihen, die in Jahresberichten als PDF oder irgendwo in nicht veröffentlichten Excels festsetzen. Wir bitten den Stadtrat zu prüfen, welche davon sinnvollerweise z. B. auf opendata.swiss, dem nationalen Portal für offene Behördendaten, publiziert werden könnten.
Werte Anwesende, viele Brunnen sind in dem Sommer ausgetrocknet. Dass Wasser «nicht schlecht» ist, sollten inzwischen alle kapiert haben. Bei den Daten sind wir noch nicht so weit. Dabei gilt dort dasselbe: Man merkt erst, dass sie fehlen, wenn man sie braucht.
Ich danke Ihnen.