Hintergrund
Als staatlicher Akteur soll die Stadt nicht nur von ihren Bewohner:innen und den ansässigen Firmen Klimaschutz fordern, sondern mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu nutzt sie ihren Einfluss im Rahmen ihrer Möglichkeiten (z.B. besitzt sie die Aktienmehrheit bei der eniwa und der BBA), damit städtische Betriebe, (Zweck)verbände und Firmen mit städtischer Beteiligung usw. für die eigenen Tätigkeiten und Produkte Netto-Null-Treibhausgasemissionen-Strategien mit Zieljahr 2040 entwickeln.
Vorgelagerte Prozesse sollen dabei, soweit mit vernünftigem Aufwand möglich, auch berücksichtigt werden.
Werte Anwesende
Die Fraktion Pro Aarau – EVP/EW – Grünliberale unterstützt selbstverständlich den Antrag vom Stadtrat. Die KEBA in den Bankrott zu schicken wäre, in Anbetracht von dieser Ausgangslage, stupid. Und wir begrüssen es, dass eine neue vielversprechende Finanzierung gesucht wird bzw. teilweise schon gefunden worden ist.
Apropos Finanzierung: Im FGPK-Protokoll steht, dass bei der KEBA – ohne die erwähnte Änderung vom Finanzierungsmodell – pro Jahr ein Finanzierungsfehlbetrag von 350 000 CHF entsteht wird. Oder das gleich in anderen Worten: Wir reden von einem Verlust von 350 000 CHF pro Jahr. Im gleichen Protokoll steht auch, dass die Einnahmen seit der Sanierung noch nie gelangt hätten.
Begründung
Bei der KEBA handelt es sich um eine grosse Investition im Sportbereich. Noch fehlen aber das lange versprochene Sportkonzept und dazugehörig das Gemeindesportanlagenkonzept (GESAK) um diese Investitionen richtig einordnen zu können.
Da aber gemäss Protokoll der letzten Sachkommissionssitzung bereits «ein ausführliches Sportkonzept entstanden» ist, welches «demnächst im Stadtrat diskutiert wird» und zudem «eine entsprechende Botschaft an den Einwohnerrat folgt», ist es nicht verantwortungsvoll wenige Wochen vor der Präsentation des Sportkonzeptes inkl. GESAK derart grosse Investitionen in die Sportinfrastruktur zu bewilligen.
Begründung
«Heute ist niemand mehr so blöd und baut Kunsteisbahn und Hallenbad nicht direkt nebeneinander. Hier haben wir den energetischen und finanziellen Idealfall: Die Abwärme aus der Kälteerzeugung bei der Kunsteisbahn fällt direkt als Nutzwärme für das Hallenbad an.»
Der Dozent, der in einer Vorlesung namens «Energietechnik und Umwelt» vor ein paar Wochen an der ETH in Zürich die einleitende Aussage gemacht hat, kennt anscheinend die Aarauer Verhältnisse nicht und verweist wohl eher auf clevere Beispiele wie das folgende aus Davos: