Mobilität

Budget 2027: Ersatz Tanklöschfahrzeug günstiger beschaffen

Begründung

Der Stadtrat budgetiert 980 000 Franken und begründet den Betrag mit der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs. Die Aargauische Gebäudeversicherung anerkennt für ein richtlinienkonformes Tanklöschfahrzeug 1 ein Kostendach von 550 000 Franken. Sie zahlt 20 % davon, also 110 000 Franken. Die Differenz von 430 000 Franken trägt die Stadt allein. Der Stadtrat begründet sie mit Technik und Marktsituation. Den Anteil des Elektroantriebs beziffert er aber nicht. Unser Antrag kürzt 280 000 Franken. Der Beitrag bemisst sich am Kostendach und bleibt darum unberührt. Die Nettobelastung der Stadt sinkt von 870 000 auf 590 000 Franken.

Anfrage: PubliBike – die fehlende Hälfte

Zum Veloverleihsystem PubliBike lag bereits eine Anfrage vor, die nach den Kosten fragte. Alexander Umbricht, Peter Jann, Hannah Wey, Irene Stutz und Samir Hertig ergänzten sie mit einer überparteilichen Anfrage um «die fehlende Hälfte»: Ziele, Nutzung und Nutzen des Angebots. Der Stadtrat beantwortete die Anfrage schriftlich; sie wurde an der Sitzung vom 22. Juni 2026 behandelt.

Taktverdichtung Buslinie 6 zum Kantonsspital

Der Stadtrat beantragte einen Verpflichtungskredit von 506 400 Franken, damit die Buslinie 6 zwischen Bahnhof und Kantonsspital Aarau von Dezember 2025 bis Dezember 2028 auch ausserhalb der Hauptverkehrszeiten häufiger fährt. Alexander Umbricht äusserte sich dazu in einem Einzelvotum. Der Einwohnerrat genehmigte den Kredit mit 38 zu 6 Stimmen bei 2 Enthaltungen.

Auch nicht egoistisch und faul

Werte Anwesende

Ich glaube, der Reto Knutti ist schon lange nicht mehr in Aarau gewesen – sonst könnte er das nicht so behaupten. Denn die Aarauer Bevölkerung hat bereits 2012 intelligenterweise im esak-Gegenvorschlag zugestimmt. Und der Stadtrat hat vor nicht allzu langer Zeit fleissig eine Klimastrategie ausgearbeitet mit – Klammerbemerkung – einem einleitenden Referat von Reto Knutti.

Und die Grüne und die Grünliberalen – mit Unterstützung von EVP/EW, Pro Aarau und SP haben ganz unegoistisch die Gesellschaft und die Zukunft im Kopf gehabt, wo sie vor rund 16 Monaten mehrere selbstverständlich grösstenteils alles andere als dumme Vorstösse lanciert haben.

Autofreie Sonntage in Aarau

Hintergrund

Autofreie Tage leisten einen kleinen Beitrag zur Schadstoff-Reduktion, tragen aber vor allem auch zur Sensibilisierung im Bereich Mobilität bei. Strassen- und Stadträume werden, einmal vom motorisierten Individualverkehr befreit, für einen Tag ganz anders wahrgenommen und können für die Auseinandersetzung mit diesem klimarelevanten Thema genutzt werden.

In verschiedenen Schweizer Städten ist diese Idee in den letzten Jahren wieder aufgegriffen und z.T. auch schon realisiert worden. Beispielsweise hat die Stadt Bern seit 2014 bereits mehrere autofreie Sonntage durchgeführt. Dabei wurde ein bestimmtes Quartier oder ein bestimmter Perimeter gesperrt und mit einem Rahmenprogramm in einen Begegnungs- und Erlebnisort für die Bevölkerung verwandelt.

Citylogistik in und für Aarau

Hintergrund

Die Erarbeitung eines regionalen Citylogistik-Konzepts ist als Massnahme im Gesamtverkehrskonzept Region Aarau festgehalten. Das Ziel ist eine Bündelung des städtischen Güterverkehrs, damit – bei konstanter Versorgungsqualität – die städtische Infrastruktur entlastet und die Wirtschaftlichkeit des städtischen Güterverkehrs erhöht wird. Die Anlieferung soll sich auf wenige Fahrzeuge konzentrieren.

Das Gesamtlogistiksystem Cargo sous terrain (CST) bietet grosse Potenziale für nachhaltigen und zuverlässigen Gütertransport. Mit CST wird eine neue unterirdische Gütertransportinfrastruktur inklusive effizienter oberirdischer Citylogistik in der Schweiz geschaffen, welche den Lieferverkehr und die Lärmemissionen in den Städten reduziert.

Förderung Veloverkehr

Hintergrund

Beispielsweise ist die aktuelle Regelung an folgenden Stellen unbefriedigend: Philosophenweg, Allgemeine Fahrverbote in der Telli im Bereich Polizeikommando, Einkaufszentrum und der Überbauungen Neuenburger-, Rütmatt- und Delfterstrasse entlang des Frey-Kanals sowie innerhalb der Parkanlage.

Kostenlose Jahresabonnemente Carsharing

Hintergrund

Nutzen von Carsharing

Eine Studie von Interface aus dem Jahr 2020 belegt die nachhaltige Wirkung von Mobility. Weil viele Nutzer auf eigene Autos verzichten und stattdessen auf Carsharing und ÖV setzen, gelangen jährlich 31'000 Tonnen weniger CO₂ in die Luft. Zudem wird der Verkehr um 35'500 Fahrzeuge entlastet. Damit ersetzt ein Mobility-Auto durchschnittlich 11 Privatautos. Gleichzeitig bleiben schweizweit 54'500 Parkplätze frei.

Angebot Stadt Zürich

Seit März 2021 können Personen in der Stadt Zürich, die in einer der rund 9200 städtischen Wohnungen leben und einen Fahrausweis Kategorie B besitzen, kostenlos ein Jahresabonnement des Carsharing-Unternehmens Mobility beziehen; verrechnet werden lediglich die gefahrenen Kilometer und Stunden. Liegenschaften Stadt Zürich (LSZ) und Mobility haben für diese Kooperation in einem speziellen Deal mit teilweiser Gegenleistung (Parkplätze, Business-Nutzung, etc.) eine Pauschale von 12'000 Franken pro Jahr vereinbart.

Solarbetriebene Ladestationen auf städtischen Parkplätzen

Hintergrund

Versiegelte Parkplatzflächen sind Hitzeinseln. Sie strahlen Hitze ab, sind biologische Wüsten und haben eine schlechte Aufenthaltsqualität. Wenn man Bäume pflanzt und die Parkplätze damit beschattet, kann man diesen Hitzeeffekten durch den kühlenden Verdunstungs-Effekt der Bäume einfach und kostengünstig entgegenwirken. Nebst dem Effekt fürs Mikro- und Makro-Klima durch die Bäume gibt es auch einen positiven Effekt für die Biodiversität.

Nicht in jedem Fall ist die Bepflanzung mit Bäumen aufgrund des Untergrunds (unterirdische Bauten) möglich. Falls eine Beschattung durch Bäume nicht oder nur teilweise möglich ist, soll die Solarenergie genutzt werden. Mit Solaranlagen überdachte Parkplätze haben mehrfach positiven Nutzen: Die abgestellten Autos stehen im Schatten und sind damit nicht übermässiger Hitze ausgesetzt, und der Platz wird für die Erzeugung erneuerbarer Energie genutzt. Die Parkplätze können so eingerichtet werden, dass dort Elektromobile aufgeladen werden können.

Vergünstigtes Carsharing für Firmen

Hintergrund

Eine Studie von Interface aus dem Jahr 2020 belegt die nachhaltige Wirkung von Mobility. Weil viele Nutzer auf eigene Autos verzichten und stattdessen auf Carsharing und ÖV setzen, gelangen jährlich 31'000 Tonnen weniger CO₂ in die Luft. Zudem wird der Verkehr um 35'500 Fahrzeuge entlastet. Damit ersetzt ein Mobility-Auto durchschnittlich 11 Privatautos. Gleichzeitig bleiben schweizweit 54'500 Parkplätze frei.

Mehr Veloparkplätze

Werte Anwesende

Nach 600 km Velofahren in den letzten Ferien kann ich bestätigen, Velo fahren ist weder geil, noch sexy und alles andere als erotisch – ausser man steht – mir unverständlich – auf einen schmerzhaften «Allerwertesten».

Aber Velofahren ist super, schnell, effizient, platzsparend, ökologisch und tatsächlich in Mode. Ausser man sucht einen Veloparkplatz beim Bahnhof. Ein Veloparkplatz am Bahnhof zu finden ist definitiv sch…(wierig), langsam, unendlich ineffizient und gleicht einer Partie Tetris – nicht auf dem Gameboy, sondern in der Velostation. Oder vor dem Migros. Oder an einem x-beliebigen und nicht immer sinnvollen Ort rund um den Bahnhof.

Postulat «Sicherere Strassen durch weniger Verkehrsleitsysteme»

Christian Oehler (FDP) verlangte mit einem Postulat ein Pilotprojekt für sicherere Strassen durch weniger Verkehrsleitsysteme; der Stadtrat beantragte die Überweisung im Sinne seiner Erwägungen. Alexander Umbricht stellte einen Abänderungsantrag, das Postulat im Sinne des Postulats zu überweisen. Der Rat folgte diesem Antrag und überwies das Postulat mit 28 zu 8 Stimmen bei 10 Enthaltungen im Sinne des Postulats.