Verkehr

Taktverdichtung Buslinie 6 zum Kantonsspital

Der Stadtrat beantragte einen Verpflichtungskredit von 506 400 Franken, damit die Buslinie 6 zwischen Bahnhof und Kantonsspital Aarau von Dezember 2025 bis Dezember 2028 auch ausserhalb der Hauptverkehrszeiten häufiger fährt. Alexander Umbricht äusserte sich dazu in einem Einzelvotum. Der Einwohnerrat genehmigte den Kredit mit 38 zu 6 Stimmen bei 2 Enthaltungen.

Passerelle Torfeld: Lernen aus der Geschichte

Werte Anwesende

In der Medienmitteilung hätte auch stehen können: Die fehlende Breite vom Zurlindensteg ist eine Zumutung – ich persönlich fühle mich sowohl als Fussgänger als auch als Velofahrer auf fast keiner Strasse so unsicher wie auf dem Zurlindensteg.

Aber keine Angst: mir ist klar, jetzt geht es um die Passerelle und nicht um den Zurlindensteg. Oder doch?

Es ist ganz einfach: Der Schlamassel vom Zurlindensteg bzw. von der katastrophalen Anbindung von der Telli an die Aarenau – bzw. umgekehrt – ist die Inspiration für unser Postulat. Ich wiederhole: Postulat.

Busse Nein, Vorlage Ja

Werte Anwesende

Manchmal – wenn wir gerade nicht über Depot für Mehrwegbecher diskutieren – scheint es mir, als gäbe es nichts Wichtigeres als die Busse in der Altstadt. Beziehungsweise die Busse ausserhalb von der Altstadt.

Und ich vermute, dass in den Abendstunden Busse in der Altstadt für viele mindestens so eine Strafe sind wie eine Ordnungsbusse. Für alle, die in der Beiz sitzen und in ihren Gesprächen gestört werden. Für alle Anwohner:innen, die den Lärm von insbesondere den fossilen Bussen hören. Für die Busfahrer:innen, welche um die Beizenbesucher herumkurven müssen. Für den Stadtrat, der gefühlt jedes halbe Jahr dazu einen Vorstoss beantworten muss.

Tempo 30 – Bitte schnell überweisen

Werte Anwesende

Ist es nicht schön, dass die Verkehrsexpertinnen und die Verkehrsingenieure davon ausgehen, dass die Verkehrsplanung sehr emotional ist; und dass wir jetzt grad alle rein rational in unterschiedliche Richtungen argumentieren werden…

Darum verzichte ich von Anfang an auf Argumente. Weniger Lärm, flüssigerer Verkehr, kleineres Unfallrisiko, schlecht für Busse, nervig etc. – das haben wir schon gehört bzw. werden es sicherlich noch hören.

Trotzdem hat sich das Zentrum – selbstverständlich ganz emotionslos und rein sachlich – mit dem Postulat auseinandergesetzt.

Postulat «Sicherere Strassen durch weniger Verkehrsleitsysteme»

Christian Oehler (FDP) verlangte mit einem Postulat ein Pilotprojekt für sicherere Strassen durch weniger Verkehrsleitsysteme; der Stadtrat beantragte die Überweisung im Sinne seiner Erwägungen. Alexander Umbricht stellte einen Abänderungsantrag, das Postulat im Sinne des Postulats zu überweisen. Der Rat folgte diesem Antrag und überwies das Postulat mit 28 zu 8 Stimmen bei 10 Enthaltungen im Sinne des Postulats.

Veloparkierung Bahnhof Süd: Ja zum Baukredit

Ein Jahr nach dem Zusatzkredit für die Projektierung lag dem Einwohnerrat der Baukredit für die Veloparkierung beim Bahnhof Süd vor. Alexander Umbricht meldete sich in der Debatte dreimal als Sprecher der Fraktion Pro Aarau – EVP/EW – Grünliberale und sprach sich gegen die Rückweisung und gegen den Abänderungsantrag, aber für den Kredit aus. Der Rat lehnte die Rückweisung mit 2 zu 43 und die Abänderung mit 12 zu 33 Stimmen ab und bewilligte den Baukredit mit 27 zu 19 Stimmen.

Veloabstellanlage Bahnhof Süd: nützlich, aber teuer

Werte Ratsmitglieder

Leider ist das Nützliche auch beim Velo nicht ganz immer mit dem Angenehmen verbunden, trotz des Zitates von Adam Opel. Dass Velos nützlich sind, um verstopfte Strassen zu entlasten, dass Velos nützlich sind um auf noch teurere Autoparkplätze verzichten zu können und dass Velos nützlich für die Gesundheit sind hat sich längst herumgesprochen. Dass eine Veloabstellanlage Bahnhof Süd – was für ein sexy Name übrigens – nützlich für das geordnete parkieren von Velos ist, ist offensichtlich. Dass 4.5 Millionen CHF für 755 Veloabstellplätz viel sind – leider auch.

Verkehrsberuhigung Kasinostrasse

Begründung

Bekanntlich ist die Kasinostrasse eine stark befahrene Ortsstrasse in der Aarauer Innenstadt, die zusätzlich äusserst rege – und nicht immer gesetzeskonform – sowohl von Fussgängerinnen und Fussgängern als auch Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern genutzt wird. Sie führt entlang verschiedener Einkaufslokale vorbei am Kasinopark und insbesondere passiert sie den Kinderspielplatz der Igelweid. Aus Richtung Bahnhofstrasse wird auf der Hälfte der Strecke ein Fahrradweg entgegen dem motorisierten Verkehr geführt.

Viele Verkehrsteilnehmer passen ihr Verhalten dieser vielfältigen Verkehrsnutzung nicht an (unangepasste Geschwindigkeit, vielfach wird der Fussgängerstreifen nicht genutzt, …) und provozieren riskante Situationen. Nicht selten ist aggressives Verhalten zu beobachten.