Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.

Henry Ford

Werte Anwesende

Die Einwohner- und Ortsbürgergemeinde sind vor Ewigkeiten zusammengekommen. Sie sind und werden auch zusammengeblieben.

Aber der entscheidende Schritt für uns ist das dritte: zusammenarbeiten. Und da stellen sich mir in letzter Zeit Fragen.

Im gleichen Boot

Es ist doch so – eigentlich sitzen wir im gleichen Boot. Und wenn wir gut abgestimmt rudern, erreichen wir das Ziel entspannt und einfach. Schlecht abgestimmt…

Natürlich darf man sich darüber streiten, ob wir eher links oder eher rechts am Ufer entlangrudern – das ist Politik, das ist erlaubt, das ist sogar notwendig. Genauso klar ist, dass Einwohnergemeinde und Ortsbürger nicht immer genau die gleichen Interessen haben. Für die einen mehr Gebühren ist mehr Einnahmen für die anderen – mehr Gebührenerlass für die einen ist weniger Ausgabe für die anderen.

Man könnte meinen, es sei ein Nullsummenspiel. Aber das ist schlicht falsch. Wenn wir koordiniert rudern, wenn wir einander vertrauen, können wir mehr erreichen. Und die grundsätzliche Richtung ist wohl klar: vorwärts für Aarau.

Wenn eine Seite nur auf ihren Goldschatz luegt

Wenn aber eine Seite – und sei es die kleinere – nur auf ihren Goldschatz in ihrer Bootshälfte luegt, kann die andere stark ins Schwanken kommen. Im schlechtesten Fall drehen wir uns dann nur noch im Kreis. Das sieht von aussen vielleicht spektakulär aus und ist entsprechend schlagzeilenträchtig – aber es bringt Aarau nicht weiter.

Unser Appell

Darum unser Appell an die Ortsbürger: Lasst uns in Zukunft wieder zusammenarbeiten. Wenn die Ortsbürger hauptsächlich ein Vehikel werden sollten, unliebsame Entscheide – durchaus auch demokratisch legitimiert – von der Einwohnergemeinde zu torpedieren – und den Eindruck könnte man bekommen – wird das mit dem «gemeinsam vorwärts für Aarau» schwierig – und die Zusammenarbeit kein Erfolg.

Die Fraktion ist somit alles andere als happy über die Änderungen, welche die Ortsbürgergemeinde beschlossen hat. Im Sinn von Vorschussvertrauen und dem Versuch, dass sich das Boot nicht unnötig im Kreis dreht – wird die Mehrheit die Änderungsanträge – trotz sehr viel Sympathie – ablehnen.