Hintergrund
Die grosse Mehrheit der Heizungen, die bei Neubauten eingesetzt werden, ist klimafreundlich. Wer Zeit zum Planen hat, setzt bereits heute auf Wärmepumpen – sie kosten zwar mehr in der Anschaffung, sind über die ganze Lebenszeit gerechnet aber meistens wesentlich günstiger als Öl und Gas, und es gibt äusserst attraktive Finanzierungsmodelle.
Ganz anders sieht es jedoch beim Heizungsersatz aus: Weit über die Hälfte der fossilen Heizungen, die heutzutage aussteigen, werden durch neue fossile Heizungen ersetzt. Naturgemäss steigen Heizungen meist dann aus, wenn sie in Betrieb sind, sprich: wenn man ohne sie friert. Bei einem Heizungsersatz ist eine schnelle, pfannenfertige Lösung gefragt, und die einzige Fachperson, die zur rechten Zeit am rechten Ort ist, ist immer ein Spezialist für fossile Heizungen. Kein Wunder, haben fossile Lösungen hier die Nase vorn.
Hintergrund
Autofreie Tage leisten einen kleinen Beitrag zur Schadstoff-Reduktion, tragen aber vor allem auch zur Sensibilisierung im Bereich Mobilität bei. Strassen- und Stadträume werden, einmal vom motorisierten Individualverkehr befreit, für einen Tag ganz anders wahrgenommen und können für die Auseinandersetzung mit diesem klimarelevanten Thema genutzt werden.
In verschiedenen Schweizer Städten ist diese Idee in den letzten Jahren wieder aufgegriffen und z.T. auch schon realisiert worden. Beispielsweise hat die Stadt Bern seit 2014 bereits mehrere autofreie Sonntage durchgeführt. Dabei wurde ein bestimmtes Quartier oder ein bestimmter Perimeter gesperrt und mit einem Rahmenprogramm in einen Begegnungs- und Erlebnisort für die Bevölkerung verwandelt.
Hintergrund
Die Erarbeitung eines regionalen Citylogistik-Konzepts ist als Massnahme im Gesamtverkehrskonzept Region Aarau festgehalten. Das Ziel ist eine Bündelung des städtischen Güterverkehrs, damit – bei konstanter Versorgungsqualität – die städtische Infrastruktur entlastet und die Wirtschaftlichkeit des städtischen Güterverkehrs erhöht wird. Die Anlieferung soll sich auf wenige Fahrzeuge konzentrieren.
Das Gesamtlogistiksystem Cargo sous terrain (CST) bietet grosse Potenziale für nachhaltigen und zuverlässigen Gütertransport. Mit CST wird eine neue unterirdische Gütertransportinfrastruktur inklusive effizienter oberirdischer Citylogistik in der Schweiz geschaffen, welche den Lieferverkehr und die Lärmemissionen in den Städten reduziert.
Hintergrund
Versiegelte, geteerte/asphaltierte Strassenflächen strahlen Hitze ab und weisen in der heissen Jahreszeit eine geringe Aufenthaltsqualität auf. Gleichzeitig tragen sie in der Nacht zum Hitzeinseleffekt bei. Mit der Entsiegelung von Restflächen wird der Wasserabfluss erleichtert, die Begrünung hebt sich positiv vom Schwarz des Asphaltbelags ab. Werden unversiegelte Restflächen schon bei der Planung berücksichtigt, ist der Zusatzaufwand vernachlässigbar.
Mit entsprechender Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden zu Klimaschutz- und Klimaanpassungsmassnahmen kann eine kohärente Umsetzung der gesamtstädtischen Klimapolitik sichergestellt werden.
Hintergrund
Es ist schwierig, die Aarauer Altstadt sowie die Vordere Vorstadt mit treibhausgasfreier Wärme (und allenfalls Kälte) zu versorgen. Der kommunale Energieplan Aarau 2020 schreibt dazu denn auch: «Die Altstadt und Vordere Vorstadt werden heute mehrheitlich mit Gas versorgt. Gleichzeitig eignen sich die mehrheitlich denkmalgeschützten Gebäude aufgrund der ungedämmten Gebäudehülle nur beschränkt zur Versorgung durch Erdwärme. Weiter ist auch der Platz für Bohrungen für die Erdwärmenutzung beschränkt und die hohe Dichte könnte zu einer Auskühlung des Bodens führen.»
Hintergrund
Beispielsweise ist die aktuelle Regelung an folgenden Stellen unbefriedigend: Philosophenweg, Allgemeine Fahrverbote in der Telli im Bereich Polizeikommando, Einkaufszentrum und der Überbauungen Neuenburger-, Rütmatt- und Delfterstrasse entlang des Frey-Kanals sowie innerhalb der Parkanlage.
Hintergrund
Im Oktober 2020 erschien in der Republik eine Recherche unter dem Titel «Das Greenwashing der Schweizer Gasbranche». Darin wird ausführlich beschrieben, wie der Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) aufwändige Kampagnen führt, um die ökologisch und ökonomisch notwendige Transformation der Gas- bzw. Wärmeversorger auf erneuerbare Energien zu verzögern. Inzwischen haben entsprechend beispielsweise die Industriellen Werke Basel (iwb) ihren Austritt aus dem VSG per Ende 2021 angekündigt (und sparen so auch gleich noch rund CHF 600'000 jährlich).
Hintergrund
Nutzen von Carsharing
Eine Studie von Interface aus dem Jahr 2020 belegt die nachhaltige Wirkung von Mobility. Weil viele Nutzer auf eigene Autos verzichten und stattdessen auf Carsharing und ÖV setzen, gelangen jährlich 31'000 Tonnen weniger CO₂ in die Luft. Zudem wird der Verkehr um 35'500 Fahrzeuge entlastet. Damit ersetzt ein Mobility-Auto durchschnittlich 11 Privatautos. Gleichzeitig bleiben schweizweit 54'500 Parkplätze frei.
Angebot Stadt Zürich
Seit März 2021 können Personen in der Stadt Zürich, die in einer der rund 9200 städtischen Wohnungen leben und einen Fahrausweis Kategorie B besitzen, kostenlos ein Jahresabonnement des Carsharing-Unternehmens Mobility beziehen; verrechnet werden lediglich die gefahrenen Kilometer und Stunden. Liegenschaften Stadt Zürich (LSZ) und Mobility haben für diese Kooperation in einem speziellen Deal mit teilweiser Gegenleistung (Parkplätze, Business-Nutzung, etc.) eine Pauschale von 12'000 Franken pro Jahr vereinbart.
Hintergrund
Als staatlicher Akteur soll die Stadt nicht nur von ihren Bewohner:innen und den ansässigen Firmen Klimaschutz fordern, sondern mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu nutzt sie ihren Einfluss im Rahmen ihrer Möglichkeiten (z.B. besitzt sie die Aktienmehrheit bei der eniwa und der BBA), damit städtische Betriebe, (Zweck)verbände und Firmen mit städtischer Beteiligung usw. für die eigenen Tätigkeiten und Produkte Netto-Null-Treibhausgasemissionen-Strategien mit Zieljahr 2040 entwickeln.
Vorgelagerte Prozesse sollen dabei, soweit mit vernünftigem Aufwand möglich, auch berücksichtigt werden.
Hintergrund
Elektrizität wird mit der jetzigen Klimapolitik zur zentralen Energieform. Nebst den bisherigen Anwendungen ist eine starke Nachfragesteigerung von elektrischer Energie bei der Wärme- und Kältebereitstellung sowie aufgrund der Förderung der E-Mobilität zu erwarten.
Auch erneuerbare Gase lassen sich in grossen Mengen auch nur mit Elektrizität herstellen. Daher ist es entscheidend, alle Möglichkeiten zu nutzen um Strom zu produzieren. Da Photovoltaikanlagen in der Regel wirtschaftlich betrieben werden können, sind sie auch für den städtischen Finanzhaushalt potenziell attraktiv.
Hintergrund
Am 15. Februar 2021 hat der Stadtrat die «Klimastrategie Aarau 2020» beschlossen. Ziel ist es, etappenweise bis ins Jahr 2050 die Treibhausgase Netto auf 0 Tonnen und den Primärenergieverbrauch auf 2000 Watt zu senken. Ein umfassender Massnahmenplan in der Strategie zeigt, wie das Ziel erreicht werden soll.
Die Umsetzung der weitaus meisten Massnahmen steht in der Verantwortung verschiedener Verwaltungseinheiten, v.a. liegt sie beim Stadtbauamt und den für die Liegenschaften zuständigen Abteilungen, ohne dass zusätzliche Ressourcen für diese grosse und komplexe Aufgabe zur Verfügung gestellt werden. Mit Reibungsverlusten und Verzögerungen ist angesichts der vielen und auch inhaltlich diversen Massnahmen unweigerlich zu rechnen.
Hintergrund
Klimaschutz und Klimaanpassung sind relevante Querschnittsthemen mit einer hohen Komplexität. Beide Themen werden die Stadt leider noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, beschäftigen. Dementsprechend müssen die Themen Klima und Umwelt im Organigramm der Stadt Aarau gewichtet werden. Für stadtinterne und -externe Anliegen muss klar sein, an welche Sektion man sich wenden kann.
Hintergrund
Versiegelte Parkplatzflächen sind Hitzeinseln. Sie strahlen Hitze ab, sind biologische Wüsten und haben eine schlechte Aufenthaltsqualität. Wenn man Bäume pflanzt und die Parkplätze damit beschattet, kann man diesen Hitzeeffekten durch den kühlenden Verdunstungs-Effekt der Bäume einfach und kostengünstig entgegenwirken. Nebst dem Effekt fürs Mikro- und Makro-Klima durch die Bäume gibt es auch einen positiven Effekt für die Biodiversität.
Nicht in jedem Fall ist die Bepflanzung mit Bäumen aufgrund des Untergrunds (unterirdische Bauten) möglich. Falls eine Beschattung durch Bäume nicht oder nur teilweise möglich ist, soll die Solarenergie genutzt werden. Mit Solaranlagen überdachte Parkplätze haben mehrfach positiven Nutzen: Die abgestellten Autos stehen im Schatten und sind damit nicht übermässiger Hitze ausgesetzt, und der Platz wird für die Erzeugung erneuerbarer Energie genutzt. Die Parkplätze können so eingerichtet werden, dass dort Elektromobile aufgeladen werden können.
Hintergrund
Elektrizität wird mit der jetzigen Klimapolitik zur zentralen Energieform. Nebst den bisherigen Anwendungen ist eine starke Nachfragesteigerung von elektrischer Energie bei der Wärme- und Kältebereitstellung sowie aufgrund der Förderung der E-Mobilität zu erwarten.
Auch erneuerbare Gase lassen sich in grossen Mengen auch nur mit Elektrizität herstellen. Daher ist es entscheidend, alle Möglichkeiten zu nutzen um Strom zu produzieren. Da Photovoltaikanlagen in der Regel wirtschaftlich betrieben werden können, sind sie auch für den städtischen Finanzhaushalt potenziell attraktiv.
Hintergrund
Elektrizität wird mit der jetzigen Klimapolitik zur zentralen Energieform. Nebst den bisherigen Anwendungen ist eine starke Nachfragesteigerung von elektrischer Energie bei der Wärme- und Kältebereitstellung sowie aufgrund der Förderung der E-Mobilität zu erwarten.
Auch erneuerbare Gase lassen sich in grossen Mengen auch nur mit Elektrizität herstellen. Daher ist es entscheidend, alle Möglichkeiten zu nutzen um Strom zu produzieren.
In der Schweiz finden sich inzwischen diverse Beispiele optisch sehr gelungener stromproduzierender Fassaden, z.B. in Allschwil.
Hintergrund
Die Schweiz ist heute stark abhängig von fossilen Energien, die aus dem Ausland importiert werden. Allein für Erdöl und Erdgas fliessen so jedes Jahr rund 8 Milliarden Franken ins Ausland ab. Ein beträchtlicher Teil der fossilen Energien wird für die Gebäudenutzung verwendet. So überrascht es nicht, dass von den gesamten Treibhausgasemissionen in der Schweiz rund 24 % durch den Betrieb von Gebäuden verursacht wird.
Bereits heute sind alle notwendigen Technologien vorhanden, um den Gebäudepark wirtschaftlich fossil- und treibhausgasfrei zu betreiben. Somit wird es höchste Zeit, dass wir das auch machen. Das mit der Umsetzung angeeignete Wissen kann in die Beratung von Privaten und Unternehmen einfliessen.
Hintergrund
Das Ziel, die städtischen Liegenschaften zu dekarbonisieren, ist notwendig und sinnvoll. Bei den dafür nötigen Umbauten lassen sich die positiven Effekte aber nochmals vervielfachen, wenn man bei jedem Projekt über die eigene Liegenschaft hinausdenkt. Einerseits könnten mit grösseren, gemeinschaftlichen Projekten deutliche Effizienzgewinne erzielt werden; andererseits könnten auch zahlreiche Nachbarliegenschaften zu einem früheren und dezidierteren Wechsel auf klimaneutrale Lösungen bewegt werden.
Gemeinschaftliche Solaranlagen sind ein Paradebeispiel dafür: Schliessen sich mehrere Liegenschaften zusammen, können sie einen höheren Anteil des produzierten Stroms direkt vor Ort verbrauchen. Auch die Anschaffung eines grösseren Stromspeichers sowie der Betrieb von Solarzellen an Ost- und Westfassaden werden deutlich rentabler, je mehr Liegenschaften an der Anlage beteiligt sind. Von solchen Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch profitiert auch das Stromnetz als Ganzes.
Hintergrund
Die Klimaziele der Stadt Aarau können mit einem auf fossilen Erdgas basierenden Netz nicht erreicht werden. Gleichzeitig werden Biogase und treibhausgasfreie, synthetisch hergestellte Gase voraussichtlich bis zur Mitte des Jahrhunderts vollständig für Prozesswärme, Langdistanztransporte und das Fliegen genutzt. Für das Heizen von Gebäuden werden die erneuerbaren Gase schlicht zu wertvoll sein.
Das Gasnetz kann und soll nicht von heute auf morgen abgestellt werden, die Planung dazu sollte aber umgehend begonnen werden. Zu berücksichtigen sind die Investitionszyklen von Heizungen, damit Fehlinvestitionen oder Entschädigungszahlungen für die Gasnetzbetreiberin soweit möglich vermieden werden können. Mit einer guten und rechtzeitig in Angriff genommenen Planung können auch sogenannte Stranded Assets vermieden werden.
Hintergrund
Mit einer Wärmepumpe wird die Wärme aus dem Erdreich (Sole), dem Grundwasser oder der Luft auf ein nutzbares Temperaturniveau gebracht. Mit einem Teil Strom können bis zu fünf Teile Wärme erzeugt werden. Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die als Hauptheizung eingesetzt werden und eine Öl-, Gas- oder Elektroheizung ersetzen, senken die Treibhausgasemissionen beträchtlich.
Eine grosse Hürde für deren Einsatz sind die im Verhältnis zu einem klimaschädlichen fossilen Heizungsersatz deutlich aufwendigeren Bewilligungsverfahren. Deshalb ist beispielsweise im Kanton Basel-Stadt das Aufstellen von Wärmepumpen im Inneren ohne Bewilligung möglich. Im Aussenraum ist bei Einhaltung gewisser Bedingungen lediglich eine Meldung notwendig. Dies hat zu einem vermehrten Ersatz von fossilen Heizungen durch Luft-Wasser-Wärmepumpen geführt.
Hintergrund
Eine Studie von Interface aus dem Jahr 2020 belegt die nachhaltige Wirkung von Mobility. Weil viele Nutzer auf eigene Autos verzichten und stattdessen auf Carsharing und ÖV setzen, gelangen jährlich 31'000 Tonnen weniger CO₂ in die Luft. Zudem wird der Verkehr um 35'500 Fahrzeuge entlastet. Damit ersetzt ein Mobility-Auto durchschnittlich 11 Privatautos. Gleichzeitig bleiben schweizweit 54'500 Parkplätze frei.