Unterzeichner

Petra Ohnsorg (Grüne) Daniel Ballmer (Grüne) Martina Niggli (Grüne) Susanne Klaus Günthart (Grüne) Thomas Waldmeier (Grüne) Alexander Umbricht (GLP) Peter Jann (GLP) Ursula Funk (SP) Aaron Bürki (SP)

Antrag

Der Stadtrat stellt dem Einwohnerrat einen Kreditantrag für die vollständige Nachrüstung aller städtischer Gebäude (Verwaltungs- und Finanzvermögen) mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Die Nachrüstung der Bestandesbauten hat so schnell wie möglich, spätestens aber bis 2030 zu erfolgen. Ausnahmen sind aufgrund von Überlegungen und Auflagen zum Ortsbildschutz und der Denkmalpflege sowie aufgrund von Verschattungen sehr schlecht geeigneter Dachflächen möglich. Bei Neubauten sind Photovoltaikanlagen grundsätzlich immer vorzusehen.

Hintergrund

Elektrizität wird mit der jetzigen Klimapolitik zur zentralen Energieform. Nebst den bisherigen Anwendungen ist eine starke Nachfragesteigerung von elektrischer Energie bei der Wärme- und Kältebereitstellung sowie aufgrund der Förderung der E-Mobilität zu erwarten.

Auch erneuerbare Gase lassen sich in grossen Mengen auch nur mit Elektrizität herstellen. Daher ist es entscheidend, alle Möglichkeiten zu nutzen um Strom zu produzieren. Da Photovoltaikanlagen in der Regel wirtschaftlich betrieben werden können, sind sie auch für den städtischen Finanzhaushalt potenziell attraktiv.

Das aktuelle Solarstrompotenzial der Stadt Aarau für Dachflächen beläuft sich auf 93,45 GWh pro Jahr. Im Jahr 2020 wurden 4,4 GWh Sonnenstrom erzeugt, was einer Potenzialausnützung von lediglich 4.7 % entspricht. Zum Vergleich: das Wasserkraftwerk Rüchlig produziert rund 64 GWh Strom pro Jahr.