100 Prozent erneuerbare Lösungen beim Heizungsersatz
Strategie für 100% nicht-fossilen Heizungsersatz ab 2025.
Unterzeichner
Die unterzeichnenden Parteien fordern den Stadtrat auf
Hintergrund
Die grosse Mehrheit der Heizungen, die bei Neubauten eingesetzt werden, ist klimafreundlich. Wer Zeit zum Planen hat, setzt bereits heute auf Wärmepumpen – sie kosten zwar mehr in der Anschaffung, sind über die ganze Lebenszeit gerechnet aber meistens wesentlich günstiger als Öl und Gas, und es gibt äusserst attraktive Finanzierungsmodelle.
Ganz anders sieht es jedoch beim Heizungsersatz aus: Weit über die Hälfte der fossilen Heizungen, die heutzutage aussteigen, werden durch neue fossile Heizungen ersetzt. Naturgemäss steigen Heizungen meist dann aus, wenn sie in Betrieb sind, sprich: wenn man ohne sie friert. Bei einem Heizungsersatz ist eine schnelle, pfannenfertige Lösung gefragt, und die einzige Fachperson, die zur rechten Zeit am rechten Ort ist, ist immer ein Spezialist für fossile Heizungen. Kein Wunder, haben fossile Lösungen hier die Nase vorn.
Setzt sich dieser Trend noch länger als fünf Jahre fort, werden wir unsere Klimaziele im Gebäudebereich nicht erreichen. Eine Öl- oder Gasheizung kann bei guter Pflege zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre lang halten. Werden nach 2025 noch neue fossile Heizungen eingebaut, laufen so einige von ihnen auch nach dem Jahr 2050 weiter.
Effektive kantonale Energiegesetze enthalten deshalb eine Meldepflicht für bestehende fossile Heizungen und eine Pflicht, sich beraten zu lassen. Das wirkt: Auf diese Weise machen sich Hauseigentümer:innen konkrete Gedanken über erneuerbare Alternativen, während ihre alte Heizung noch läuft.
Leider wird es auf absehbare Zeit keine griffigen Vorgaben auf nationaler oder kantonaler Ebene geben. Deshalb muss die Stadt ausloten, ob eine solche Melde- und Beratungspflicht oder etwas Gleichwertiges auch auf städtischer Ebene eingeführt werden kann.