Städtische Liegenschaften als Keimzellen für Klimaneutralität im Quartier
Einbindung benachbarter Liegenschaften bei der Planung der Energieversorgung städtischer Liegenschaften.
Unterzeichner
Die unterzeichnenden Parteien fordern den Stadtrat auf
Hintergrund
Das Ziel, die städtischen Liegenschaften zu dekarbonisieren, ist notwendig und sinnvoll. Bei den dafür nötigen Umbauten lassen sich die positiven Effekte aber nochmals vervielfachen, wenn man bei jedem Projekt über die eigene Liegenschaft hinausdenkt. Einerseits könnten mit grösseren, gemeinschaftlichen Projekten deutliche Effizienzgewinne erzielt werden; andererseits könnten auch zahlreiche Nachbarliegenschaften zu einem früheren und dezidierteren Wechsel auf klimaneutrale Lösungen bewegt werden.
Gemeinschaftliche Solaranlagen sind ein Paradebeispiel dafür: Schliessen sich mehrere Liegenschaften zusammen, können sie einen höheren Anteil des produzierten Stroms direkt vor Ort verbrauchen. Auch die Anschaffung eines grösseren Stromspeichers sowie der Betrieb von Solarzellen an Ost- und Westfassaden werden deutlich rentabler, je mehr Liegenschaften an der Anlage beteiligt sind. Von solchen Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch profitiert auch das Stromnetz als Ganzes.
Auch Wärmepumpen sind effizienter mit zunehmender Grösse, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Gerade bei kleineren Einfamilienhäusern lohnt es sich hier enorm, auf gemeinschaftliche Anlagen zu setzen. Und abseits des grossen Fernwärmenetzes lohnen sich punktuell auch Kleinwärmeverbünde, die die Wärme von Fabriken, Pelletheizungen und/oder thermischen Solaranlagen auf mehrere Liegenschaften verteilen.
Zentral ist bei allen drei Lösungen aber, dass man rechtzeitig darüber nachdenkt und das Gespräch mit den Nachbar:innen aufnimmt. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um die nötigen Abklärungen und Gespräche zu planen, so dass jede Chance für ein gemeinschaftliches Klimaprojekt genutzt werden kann.